Ferrari hat heute den Ferrari 12Cilindri Manuale vorgestellt, eine limitierte Sonderserie des Ferrari 12Cilindri, die eine neue Art des Erlebnisses der reinsten Ausprägung der Ferrari-DNA eröffnet und dabei die Wechselwirkung zwischen Fahrereingriffen, Mechanik und Kontrolle in den Mittelpunkt des Fahrerlebnisses stellt. Das Fahrzeug wurde für diejenigen entwickelt, die ein körperliches und fesselndes Erlebnis hinter dem Lenkrad suchen, ohne dabei Kompromisse bei der Benutzerfreundlichkeit einzugehen. Es verbindet die für die Ferrari-Gran-Turismo-Modelle der 1950er-, 60er- und 70er-Jahre typischen Fahrgefühle mit modernster Technologie, um die Interaktion zwischen Fahrer und Fahrzeug noch direkter zu gestalten.
Der Ferrari 12Cilindri Manuale wurde entwickelt, um durch zwei wesentliche Innovationen ein unvergleichliches und exklusives Fahrerlebnis zu bieten: die manuelle Schaltung und das neue Kupplungspedal, die zusammen das vollständig in Maranello entwickelte „Manuale By-Wire“-System bilden. Das System bietet eine zeitgemäße Neuinterpretation des analogen Schalterlebnisses und nutzt dabei modernste Technologie, um Präzision, Wiederholbarkeit und Benutzerfreundlichkeit zu gewährleisten. Die intensive Konstruktions- und Entwicklungsarbeit von Ferrari hat es ermöglicht, die physikalischen Eigenschaften der mechanischen Bewegung in ein elektronisches Signal umzuwandeln und dabei das analoge Fahrgefühl, die Konsistenz und die Natürlichkeit vollständig zu bewahren. Erreicht wurde dies durch einen hochintegrierten Prozess, der auf eine Reihe von funktionsübergreifenden Fachkenntnissen innerhalb des Unternehmens zurückgriff, einschließlich der Zusammenarbeit mit dem für das Hypersail-Projekt verantwortlichen Team – das unter Verwendung desselben Ansatzes eine hochmoderne By-Wire-Technologielösung für den nautischen Sektor entwickelte.
Das Fahrzeug kann in den ersten sechs Gängen sowie im Rückwärtsgang im manuellen Modus oder im Automatikmodus gefahren werden, was maximale Freiheit bei der Wahl zwischen Fahrspaß und Komfort bietet. In diesem Gleichgewicht ist der V12-Saugmotor dank seines Drehzahlbereichs von bis zu 9.500 U/min und seines Leistungskarakters bei hohen Drehzahlen der ideale Motor, um die Progression und das Handling beim Gangwechsel zu optimieren.
Das Zusammenspiel zwischen dem innovativen Schalthebel, dem Kupplungspedal und dem Gaspedal wird zu einem wesentlichen Bestandteil des Fahrerlebnisses und schafft eine tiefe Verbindung zwischen Fahrer und Fahrzeug, durch die sich das volle Potenzial des Ferrari 12Cilindri entfalten kann. Das neue „Manuale By-Wire“-System kombiniert die Technologie des hochgelobten 8-Gang-DCT-Getriebes von Ferrari mit einem von Grund auf neu entwickelten System, das völlig neue Komponenten und einen Schalthebel umfasst, der ein unverfälschtes, fesselndes analoges Gefühl vermittelt. Die Architektur umfasst einen Schalthebel, ein Bedienfeld und eine Pedalanordnung mit einem Kupplungspedal (ebenfalls by-wire), das es dem Fahrer ermöglicht, das Ein- und Auskuppeln des Kupplungspakets zu steuern sowie Aktualisierungen der Steuereinheit und der Getriebe-/Motorsteuerungssoftware vorzunehmen. Das Ergebnis ist eine Verschmelzung von mechanischer und elektronischer Technologie, die höchste Präzision und Lastkontrolle bietet, ohne das Fahrgefühl zu beeinträchtigen, und damit ein einzigartiges Angebot in der Welt des Hochleistungsmotorsports schafft.
Das manuelle Schaltsystem besteht aus einem mechanischen Modul, das mit Sensoren und hochentwickelten kinematischen Mechanismen ausgestattet ist, welche die für manuelle Ferrari-Getriebe typischen mechanischen Belastungen während der Synchronisations-, Einrück- und Ausrückphasen nachbilden. Der kinematische Mechanismus erzeugt Rastgeräusche und Lastschwankungen und gibt dem Fahrer so ein deutliches Feedback zum Einlegen des Gangs. Ist die Kupplung nicht betätigt oder wird ein unzulässiger Gang gewählt, kann das System das Einlegen mechanisch verhindern und so den Vorgang unterbinden; ist die Sperre jedoch nicht aktiv, kann sich der kinematische Mechanismus frei bewegen. Das manuelle Steuerungssystem wird durch zwei Winkelsensoren, die die Hebelpositionen erfassen, einen Drehknopf sowie ein hintergrundbeleuchtetes Tastenfeld ergänzt, das für bessere Lesbarkeit und eine nahtlose Integration in die Benutzeroberfläche sorgt. Der kompakte, modulare Mechanismus ist aus massiven Blöcken gefertigt und wiegt weniger als 3,5 kg. Darüber hinaus wurden sogar die akustischen Effekte seiner Bewegungen gezielt entwickelt, um die Wahrnehmung der zugrunde liegenden Mechanik zu verbessern.
Der manuelle Schaltvorgang wird durch die für den Ferrari 12Cilindri Manuale komplett neu entwickelte Dreipedal-Anordnung ergänzt. Das „Clutch-by-Wire“-Pedal fungiert als hochpräzise Schnittstelle zwischen Fahrer und Antriebsstrang: Die Pedalstellung wird von einem Positionssensor an der Pedalanordnung erfasst und anschließend in eine hydraulische Betätigung der DCT-Kupplung umgewandelt, wodurch Getriebe und Motor beim Schalten aufeinander abgestimmt werden. Das System bildet dank eines innovativen passiven mechanischen Systems die typische Last-Weg-Kurve mechanisch gekoppelter Schaltgetriebe nach. Ein Winkelpositionssensor erfasst kontinuierlich die Absicht des Fahrers über den gesamten Pedalweg hinweg. Dies führt zu einem Verhalten, das der Logik traditioneller Schaltgetriebe entspricht: Eine korrekte Synchronisation führt zu einem sanften, präzisen Gangwechsel; andernfalls kann der Gangwechsel schwieriger werden, was zu einem Ruck oder zum Abwürgen des Motors führen kann – was das Fahrerlebnis intensiviert und die Zufriedenheit durch authentisches Drehmoment-Feedback steigert. Das System verfügt zudem über speziell entwickelte Übergangslogiken zwischen manuellem und automatischem Modus sowie über ein Ausrollmanagement, um einen vollkommen flüssigen Fahrbetrieb bis hin zum Leerlauf zu gewährleisten, wobei das Fahrverhalten dem Einsatz der Kupplung beim Abbremsen entspricht.
Im Innenraum des Ferrari 12Cilindri Manuale interpretieren die Mitteltunnelkonsole, der Schalthebel, der Schaltknauf, die Schaltkulisse und die Pedale die ikonischen Elemente der Ferrari-Modelle mit manuellem Schaltgetriebe auf zeitgemäße Weise neu. Der Schalthebel spiegelt das Schaltmuster des Sechsganggetriebes wider, wobei der Rückwärtsgang oben links liegt, während der runde Schaltknauf aus Aluminium durch einen hinterleuchteten Siebdruck ergänzt wird, der die sechs Gänge und den aktuell aktiven Fahrmodus (Automatik/Manuell) anzeigt. Der Bereich der Mitteltunnelkonsole wurde neu gestaltet, um die Ergonomie sowohl beim manuellen Schalten als auch im Automatikmodus zu verbessern; die Pedalanordnung vervollständigt das fahrerorientierte Layout und ist in einer dreieckigen Konfiguration zwischen Lenkrad und Sitz angeordnet. Der ikonische Schalthebel wurde neu interpretiert, wobei sein ursprünglicher Kultstatus beibehalten und er harmonisch in die Formensprache des Fahrzeugs integriert wurde. Die Stahlplatte ist mit einer Skulptur aus eloxiertem Aluminium in Form einer Stimmgabel verziert, in die das Bedienfeld und das Schlüsselgehäuse integriert sind.
Auch das Design der Komponenten und die mit Leder bezogene Mittelkonsole wurden so gestaltet, dass sie auf ausgewogene und stimmige Weise mit der zeitgemäßen Ästhetik des Ferrari 12Cilindri harmonieren: eine raffinierte Note, die die Rückkehr der Schaltkulisse zu ihrer ursprünglichen Funktion dezent unterstreicht.
Der Ferrari 12Cilindri Manuale wird als limitierte Serie von nur 1.499 Fahrzeugen angeboten – eine Zahl, die an den Hubraum des ersten 1947 produzierten Ferrari-Zwölfzylindermotors erinnert und zu einem wesentlichen Bestandteil der Identität des neuen Modells wird. Er richtet sich an Ferraristi, die den V12-Zweisitzer-Berlinettas mit Frontmotor treu bleiben und nach noch intensiveren Fahrerlebnissen suchen.
Seine Exklusivität wird durch eine spezielle „Tailor Made“-Ausstattung und Details weiter unterstrichen, die für sofortige Wiedererkennbarkeit sorgen – nicht nur als Erweiterung der Modellpalette, sondern als die eigentliche Designsprache, aus der das Fahrzeug hervorgegangen ist. Das Seitenemblem ziert das lasergravierte Logo des Fahrzeugs, während der Frontsplitter und die hinteren Kotflügel mit einer Nadelstreifen-Optik versehen sind, die eine Hommage an den Ferrari 365 GTB4 darstellt. Ergänzt werden diese Elemente durch eine spezielle Oberflächenbehandlung des Scudetto, eigens entworfene geschmiedete Fünfspeichen-Räder und Aluminium-Einstiegsleisten, in die das Logo des Fahrzeugs eingraviert ist.
FERRARI 12CILINDRI
Der Ferrari 12Cilindri lässt sich von den legendären Ferrari-Gran-Turismo-Modellen der 1950er- und 1960er-Jahre inspirieren und verkörpert voll und ganz das Ethos der V12-Zweisitzer mit Frontmotor von Ferrari: eine perfekte Mischung aus Eleganz, Vielseitigkeit und Leistung. Er stellt die jüngste Weiterentwicklung dieser prestigeträchtigen Modellreihe dar, führt ein einzigartiges Erbe fort und setzt neue Maßstäbe in Sachen Leistung, Komfort und Design. Sein Design strahlt Sportlichkeit und Raffinesse aus: Schlichte, harmonische Linien verschmelzen mit innovativen Merkmalen wie der integrierten aktiven Aerodynamik, die auf unübertroffene Leistung ausgelegt ist, und der nach hinten öffnenden Motorhaube, die den Blick auf den Motorraum freigibt. Abgerundet wird das Bild durch zwei Paare von Auspuffendrohren – ein Markenzeichen der Zwölfzylinder-Motoren von Ferrari. Unter der Motorhaube leistet der neue 6,5-Liter-V12-Saugmotor 830 cv und dreht bis zu 9.500 U/min, wobei er eine lineare Leistungsentfaltung und einen unverwechselbaren Klang bietet. Mit einer Höchstgeschwindigkeit von über 340 km/h und einer Beschleunigung von 0 auf 100 km/h in etwa 3,0 Sekunden definiert der 12Cilindri das Konzept des modernen Grand Tourers neu und vereint dabei extreme Leistung mit kompromissloser Raffinesse.
MANUALE BY-WIRE-SYSTEM
Das hebelbetätigte Manuale By-Wire-System wurde mit dem Ziel entwickelt, ein analoges Fahrerlebnis mit modernster Technologie zu verbinden. Das System kombiniert das hochgelobte 8-Gang-Doppelkupplungsgetriebe mit einer speziellen Architektur und völlig neuen Komponenten. Dies ermöglicht manuelle Gangwechsel unter Wahrung der funktionalen Konsistenz mit dem Antriebsstrang. Zu den Komponenten gehören der manuelle Schalthebel, das Bedienfeld und eine speziell neu gestaltete Pedalanordnung mit einem „Clutch-by-Wire“-Pedal; darüber hinaus wurden das Fahrzeugsteuergerät und die Getriebesoftware aktualisiert, um die neuen Interaktionen präzise zu steuern. Motor und Getriebe bleiben unverändert, was eine Designphilosophie unterstreicht, die den Schwerpunkt der Innovation auf die Schnittstelle und die Qualität der physischen Interaktion legt.
HEBEL- UND KINEMATISCHE MECHANISMEN
Das Manuale-By-Wire-System wurde nach einem präzisen technischen Ablauf entwickelt. Dabei wurden zunächst die kinematische Präzision, anschließend der Verlauf und die Genauigkeit der Belastungen und schließlich die vollständige Autonomie des Fahrers beim Gangwechsel bewertet. Der kinematische Mechanismus ermöglicht zwei Drehbewegungen und sorgt für die Gangwahl und das Einlegen der Gänge. Das Herzstück des Systems bildet ein zentraler Drehblock aus massivem, hochfestem Stahl, der so konstruiert ist, dass er auch langfristig präzise und gleichbleibende Bewegungen gewährleistet. Die Funktionsflächen wurden so gestaltet, dass sie eine extrem hohe Maßgenauigkeit und eine sehr geringe Oberflächenrauheit aufweisen, wodurch ein klares Feedback sowie die Vermeidung von Spiel und Positionsabweichungen sichergestellt werden.
Der Gangwahlhebel ist selbstzentrierend; über ein System exzentrischer Rollen kehrt der Hebel in die Neutralstellung zurück. Die verschiedenen Gangpositionen werden durch die ikonische Ferrari-Schaltkulisse hervorgehoben (zum Einlegen des Rückwärtsgangs muss der Hebel nach unten gedrückt werden). Der Kupplungsmechanismus nutzt eine profilierte Drehtrommel in Verbindung mit einem vorgespannten System, das zunächst einen Anstieg und anschließend eine Entlastung des Hebels erzeugt – wodurch das Schalten zu einem rein physischen Erlebnis wird, das direkt über den Knauf spürbar ist. Um sicherzustellen, dass das taktile Feedback über lange Zeit konstant bleibt, wurde die Trommel ebenfalls aus einsatzgehärtetem, hochfestem legiertem Stahl gefertigt.
Was die Integration in den Antriebsstrang betrifft, ist das „Manuale By-Wire“-System darauf ausgelegt, das klassische Schalterlebnis – geprägt von physikalischen Kräften, der Interaktion mit dem Schaltkanal, dem Schaltmuster und den Belastungen – zu bewahren und es gleichzeitig mit dem 8-Gang-Doppelkupplungsgetriebe kompatibel zu machen. Der Schalthebel, das „Clutch-by-Wire“-Pedal sowie die Bedienelemente für die Fahrmodi „Drive“, „Reverse“ und „Neutral“ senden Signale an das Getriebesteuergerät, das die manuellen Eingaben verarbeitet, während die grundlegende Betriebslogik des DCT unverändert bleibt. Die Eingaben des Fahrers werden von zwei Hall-Effekt-Winkelsensoren erfasst, einem pro Achse; der Aktuator, der für das physische Feedback sorgt, ist ein Push-Pull-Magnetventil, das als Verriegelungsvorrichtung dient. Abgerundet wird die Schnittstelle durch den weiß und gelb hinterleuchteten Schaltknauf, der aus einem aus einem Stück gefrästen, eloxierten Aluminiumkörper, einer lichtstreuenden Schicht und einer integrierten Leiterplatte mit 12 LEDs besteht.
KUPPLUNGSPEDAL
Das einzigartige Gefühl beim manuellen Gangwechsel beschränkt sich nicht nur auf den Schalthebel: Der Ferrari 12Cilindri Manuale verfügt über eine komplett neu gestaltete Dreipedal-Anordnung, bei der die Kupplung als hochpräzise Schnittstelle zwischen Fahrer und Antriebsstrang fungiert. Der auf das Pedal ausgeübte Druck wird mit höchster Präzision erfasst und digital umgewandelt, bevor er über ein By-Wire-System an die Steuereinheit des Doppelkupplungsgetriebes weitergeleitet wird, wodurch eine nahtlose Verbindung zwischen dem Pedaldruck und dem Öffnen der Kupplungsscheiben hergestellt wird. Das System ist so kalibriert, dass es über den gesamten Pedalweg hinweg die Absichten des Fahrers anhand seiner Pedaleingaben erkennt – unterstützt durch spezielle Hardware und Software –, um schnelle, präzise und effektive Gangwechsel zu gewährleisten. Das Fahrverhalten entspricht dem eines traditionellen manuellen Ferrari-Getriebes: Bei perfektem Timing erfolgt das Schalten sanft und präzise, während ein falsches Timing den Gangwechsel schwergängiger machen oder leichte Ruckler verursachen kann, wodurch das Fahrerlebnis und das Gefühl von Authentizität im Feedback maximiert werden.
Das Kupplungspedal folgt einer Logik, die mit der Betätigung durch den Fuß des Fahrers beginnt, über das digitale System läuft und diese Betätigung an den Antriebsstrang weiterleitet: Die physische Betätigung des Pedals ist über eine digitale Übertragung mit dem physischen Befehl an das Kupplungspaket verknüpft, sodass der Fahrer beim Gangwechsel Getriebe und Motor aufeinander abstimmen muss. Das System bildet die physiologische Kraft-Weg-Kurve mechanisch gekoppelter Schaltgetriebe durch einen innovativen analogen Mechanismus nach, der aus einer Vorspannfeder, einer Nocke und einer Rolle besteht, die mit dem digitalen Positionssensor zusammenwirken und die Dynamik sowie die Schwankungen der Bewegung verzögerungsfrei erfassen. Das System baut unter dem Fuß eine Kraft auf, während die By-Wire-Sensoren und -Steuerungen die physischen Eingaben in eine Synchronisation mit Motor und Getriebe umsetzen und so das reine Schaltgefühl eines manuellen Getriebes bewahren.
FUNKTIONSPRINZIP
Das System basiert auf einer innovativen Architektur, die entwickelt wurde, um das Konzept der Fahrerbeteiligung grundlegend neu zu interpretieren. Das Sechsgang-Schaltgetriebe legt den Schwerpunkt auf die direkte Interaktion mit dem Fahrzeug: Der manuelle Modus wird ausschließlich über das Kupplungspedal aktiviert, wodurch das Gefühl einer authentischen, natürlichen Bewegung wiederhergestellt wird. Die Kalibrierung des Schalthebels gewährleistet präzise und schnelle Gangwechsel und trägt so zu einem gleichbleibenden und befriedigenden mechanischen Fahrgefühl bei. Die Entscheidung, auf Schaltwippen am Lenkrad zu verzichten – zum ersten Mal seit vielen Jahren bei einem Ferrari –, unterstreicht den Wunsch, das Fahrerlebnis auf den Schalthebel und die Kupplung zu konzentrieren, und betont dabei das Bewusstsein, das Gefühl eines Rituals und die Körperlichkeit der Gesten des Fahrers.
Während der Fahrt ermöglicht das System eine vollständige, direkte Steuerung des Doppelkupplungsgetriebes (DCT) dank der Integration des „Manuale By-Wire“-Systems und der Pedalanordnung, wodurch der Fahrer das Getriebe direkt steuern kann. Im Automatikmodus ist es zudem möglich, den Gang über den Schalthebel vorzuwählen, wobei eine grafische Anzeige im Kombiinstrument zeigt, wie der Drehzahlmesser auf den Gangwechsel reagieren wird. Dieser Ansatz bildet die Dynamik eines Schaltgetriebes originalgetreu nach: Kultige Manöver wie das „Heel-and-Toe“ lassen sich ausführen, und typische Reaktionen wie das Absterben des Motors beim Anfahren oder beim Herunterschalten können erlebt werden, wenn die Kupplung nicht ganz korrekt betätigt wird.
Der Ferrari 12Cilindri Manuale ermöglicht es dem Fahrer, bei Bedarf in den Automatikmodus zu wechseln, um die Vorteile des vollautomatischen Betriebs des 8-Gang-DCT zu nutzen und je nach Situation seinen bevorzugten Fahrstil zu wählen. Das System nutzt zudem eine spezielle Steuerungslogik, um Sicherheit und Laufruhe zu gewährleisten, beispielsweise durch das Ausrollmanagement, das es dem Fahrzeug ermöglicht, bis zum Leerlauf abzubremsen und dabei einen sanften, ruckfreien Übergang zu gewährleisten. Der Wechsel zwischen den Modi wird durch spezielle Bedienelemente und visuelle Rückmeldungen am Kombiinstrument und am Schalthebel unterstützt, was jederzeit eine klare, progressive und kontrollierte Steuerung gewährleistet.
DESIGN
Die Exklusivität des Ferrari 12Cilindri Manuale, der vom Ferrari Design Studio unter der Leitung von Flavio Manzoni entworfen wurde, wird durch eine spezielle „Tailor Made“-Ausstattung und eine Reihe ikonischer Details, die das Fahrzeug auf den ersten Blick erkennbar machen, noch weiter unterstrichen. Das Logo auf dem Seitenemblem ist lasergraviert, während der Frontsplitter und die Heckflügel mit einer Nadelstreifen-Optik versehen sind, die eine subtile Hommage an den 365 GTB4 darstellt. Das „Tailor Made“-Angebot umfasst sorgfältig ausgewählte Außenfarben sowie eine Innenausstattung, die mit speziellem Leder und Alcantara® veredelt ist und exklusive Verkleidungen und Farben aus dem Individualisierungsprogramm des „ springenden Pferdes“ bietet.
Für den Ferrari 12Cilindri Manuale sind exklusive geschmiedete Leichtmetallfelgen in vier Ausführungen erhältlich. Das geprägte Scudetto, das exklusiv für diese Sonderedition erhältlich ist, wird mit einer Technik hergestellt, die der bei der Prägung von Edelmetallmünzen ähnelt. Zudem ist eine optionale Lackierung erhältlich, die eine Hommage an das Sechsganggetriebe darstellt und in verschiedenen Farbkombinationen angeboten wird. Die Sitze, die in den Ausführungen „Comfort“ und „Racing“ erhältlich sind, werden durch Tailor-Made-Materialien und eine spezielle Polsterung mit sechs vertikalen Rillen aufgewertet, die ebenfalls auf die sechs Gänge anspielen.
Der Ferrari 12Cilindri Manuale ist in 25 legendären Ferrari-Farben erhältlich, darunter das auffällige „Rosso Rubino“ der Launch-Edition. Weitere, vom Ferrari-Erbe inspirierte Farbtöne sind „Argento Nürburgring“, „Nero Daytona“, „Rubino Micalizzato“, „Rosso Dino“, „Giallo Montecarlo“, „Verde Zeltweg“, „Azzurro La Plata“, „Blu Pozzi“, „Bianco Mille Miglia“ und „Viola Hong Kong“. Zu den weiteren speziell gestalteten Details gehört eine eigene Plakette aus Silber oder Carbon mit dem „Tailor Made“-Logo. In die serienmäßigen Aluminium-Einstiegsleisten ist das Fahrzeuglogo eingraviert, während es auf den optionalen Carbon-Einstiegsleisten aufgemalt ist.
7 JAHRE WARTUNG
Unübertroffene Qualitätsstandards und eine ausgeprägte Kundenorientierung bilden die Grundlage für das auf sieben Jahre erweiterte Serviceprogramm von Ferrari, das für den Ferrari 12Cilindri Manuale verfügbar ist. Dieses Programm gilt für die gesamte Modellpalette und deckt alle routinemäßigen Wartungsarbeiten in den ersten sieben Jahren der Lebensdauer des Fahrzeugs ab. Der routinemäßige Wartungsplan ist ein exklusiver Service für Ferrari-Kunden und steht auch Käufern eines Ferrari zur Verfügung, bei dem es sich nicht um ein Erstzulassungsfahrzeug handelt.
Zu den wichtigsten Vorteilen des „Genuine Maintenance“-Programms zählen planmäßige Inspektionen (in Abständen von 20.000 km oder einmal jährlich, ohne Kilometerbegrenzung), Originalersatzteile sowie gründliche Überprüfungen, die mit modernsten Diagnosegeräten von qualifiziertem Personal durchgeführt werden, das im Ferrari-Schulungszentrum in Maranello ausgebildet wurde. Dieser Service ist in allen Märkten verfügbar und umfasst alle Vertragshändler des offiziellen Netzwerks.
Das „Genuine Maintenance“-Programm erweitert das bereits umfangreiche Angebot an Kundendienstleistungen von Ferrari, um den Bedürfnissen jener Kunden gerecht zu werden, die sicherstellen möchten, dass die Leistung und die Exzellenz, die ihre Fahrzeuge auszeichnen, über die Zeit unverändert bleiben.
FERRARI 12CILINDRI MANUALE – TECHNISCHE DATEN
ANTRIEBSSTRANG
Typ V12 – 65° – Trockensumpfschmierung
Gesamthubraum 6496 cm³
Bohrung und Hub 94 mm x 78 mm
Maximale Leistung* 830 cv bei 9250 U/min
Maximales Drehmoment 678 Nm bei 7.250 U/min
Maximale Motordrehzahl 9.500 U/min
Verdichtungsverhältnis 13,5:1
Leistung pro Liter 128 cv/l
ABMESSUNGEN UND GEWICHT
Länge 4.733 mm
Breite 2.176 mm
Höhe 1.292 mm
Radstand 2.700 mm
Spurweite vorne 1.686 mm
Spurweite hinten 1.645 mm
Trockengewicht** 1.565 kg
Verhältnis von Trockengewicht zu Leistung 1,88 kg/cv
Gewichtsverteilung 48,4 % vorne / 51,6 % hinten
Kraftstofftankinhalt 92 Liter
Kofferraumvolumen 270 Liter
REIFEN UND RÄDER
Vorne 275/35 R21 J10,0
Hinten 315/35 R21 J11,5
BREMSEN
Vorne 398 x 223 x 38 mm
Hinten 360 x 233 x 32 mm
GETRIEBE UND GANGWECHSEL
8-Gang-F1-Doppelkupplungsgetriebe mit Kupplungspedal und „Manuale By-Wire“-Steuerung
ELEKTRONISCHE REGELUNGEN
SSC 8.0: TC, eDiff, SCM, PCV 3.0, FDE 2.0, EPS, ABS-Evo in allen Manettino-Positionen, 6D-Sensor
Hochleistungs-ABS/EBD
LEISTUNG
Höchstgeschwindigkeit >340 km/h
0–100 km/h 2,9 s
0–200 km/h <7,9 s
100–0 km/h 31,4 m
200–0 km/h 122,0 m
KRAFTSTOFFVERBRAUCH***
15,5 l/100 km
CO₂-EMISSIONEN***
353 g/km
* Mit 98-Oktan-Benzin, einschließlich 5 cv dynamischem Overboost
** Konfiguration mit Sonderausstattung
*** WLTC-Zyklus – kombiniert
( Text & Fotos : Ferrari Presse- und Öffentlichkeitsarbeit )

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